

Tauche ein in die Welt der Naturfotografie – Glanzlichter 2026!
Dieses liebevoll gestaltete Buch vereint die beeindruckendsten Bilder des renommierten Wettbewerbs, der Fotograf:innen weltweit dazu inspiriert, die Vielfalt und Magie der Natur in all ihren Facetten einzufangen.
All Over Winner | Rahul Sachdev | Indien
Der All Over Winner wird unterstützt von:
Die Entstehungsgeschichte
Auf dem weiten, sonnengebleichten Boden des Amboseli-Nationalparks steigen von Zeit zu Zeit Wirbelwinde empor und lösen sich mit stiller Gleichgültigkeit wieder auf. Flüchtige Spiralen aus Wind und Erde, die ohne Vorwarnung tanzen und dann spurlos verschwinden. Jahrelang beobachtete Rahul, wie sich diese Staubteufel formten und vergingen, wartend – nicht auf den Staub, sondern auf einen Moment, der Bedeutung hatte. Dann, eines Nachmittags, als sich die Sturmwolken am Horizont sammelten und die Staubteufel tanzten, tauchte eine Giraffe aus der Ferne auf und schritt, unbeeindruckt und unbewusst, ins Herz der wirbelnden Erde. Für ein paar Sekunden wurde das Gewöhnliche außergewöhnlich. Form traf auf Chaos. Stillstand traf auf Bewegung. Fast ein Jahrzehnt brauchte Rahul, um ein Bild zu finden, das ausdrückte, wie der Nationalpark ihn empfinden lässt – seine stille Poesie, seine Unberechenbarkeit, seine Anmut. Dieses Foto handelt weder vom Wirbelwind noch von der Giraffe. Es handelt von der seltenen Übereinstimmung von Geduld, Ort und Möglichkeit.

Biografie
Rahul Sachdev ist ein Naturfotograf aus Indien, dessen Arbeit die stillen und nachdenklichen Seiten der Natur einfängt. Von Atmosphäre, Umgebung und dem Ungewissen fasziniert, arbeitet er oft unter Bedingungen, in denen die Motive plötzlich auftauchen und ebenso schnell wieder verschwinden – durch Staub, Nebel, Schnee oder Dunkelheit. Für Rahul geht es in der Fotografie weniger darum, Verhalten zu dokumentieren, als auf die Gegenwart zu reagieren. Seine Bilder zeigen Momente von Stille und Spannung, in denen die Grenze zwischen Motiv und Umgebung zu verschwimmen beginnt.
Seine Arbeit wurde international anerkannt, unter anderem beim Hamdan International Photography Award (HIPA), Wildlife Photographer of the Year (WPY), Asferico, Nature Photographer of the Year (NPOTY) und Nature’s Best. Diese Auszeichnungen spiegeln seinen visuellen Ansatz wider, der von Zurückhaltung und emotionaler Wirkung geprägt ist.
Durch sein Reiseunternehmen Kipekee Journeys, das er mitbegründet hat, leitet Rahul kleine, intensive Workshops an abgelegenen Orten. Die Reisen legen den Fokus auf Beobachtung, Geduld und persönlichen Ausdruck und ermutigen Fotografinnen und Fotografen, über Technik hinauszugehen und eine eigene, authentische Bildsprache zu entwickeln.
Für Rahul ist Fotografie eine Form des Zeugnisses – ein Versuch, flüchtige Begegnungen festzuhalten, ohne die Zerbrechlichkeit und Würde der Natur aus den Augen zu verlieren.
Kommentar der Jury
Bei nahezu 25.000 Einsendungen war schnell klar, dass intensive Tage vor der Jury liegen würden. Bereits die Vorauswahl verlangte jedem einzelnen Jurymitglied höchste Konzentration ab: Innerhalb einer Woche galt es, Tausende von Bildern pro Kategorie auf eine handhabbare Auswahl zu reduzieren. Diese Aufgabe erforderte gleichermaßen Erfahrung, Intuition und Entscheidungsstärke.
Am Jury-Wochenende im Künstlerdorf Worpswede wurde nicht nur gesichtet und bewertet, sondern auch leidenschaftlich diskutiert. Die Gespräche beim gemeinsamen Abendessen waren herzlich und harmonisch. Am Jurierungstisch zeigten sich jedoch durchaus unterschiedliche Sichtweisen. Es ging um Grundsatzfragen: Kann ein Bild Siegerbild sein, wenn die Kamera „alleine“ arbeitet? Wie bewerten wir vermeintlich aufwendig erarbeitete Aufnahmen im Vergleich zu Bildern, die eventuell auf gebuchten Reisen entstehen? Und letztlich die Kernfrage: Entscheidet die Entstehungsgeschichte oder allein die Kraft und Aussage des Bildes?
Gerade diese intensiven, respektvollen Diskussionen machten die Jurierung so besonders. Sie zeigten, wie lebendig Naturfotografie ist – und wie ernsthaft und zugleich wertschätzend hier um jedes einzelne Bild gerungen wurde.
Die Jury 2026
Stefan Rosengarten
Stefan lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern im Ruhrgebiet, wo er hauptberuflich als Chemiker arbeitet. Seine große Leidenschaft aber gilt der Naturfotografie. Schon als Jugendlicher entdeckte er diese für sich – während einer Familienreise in den Yosemite Nationalpark. Dort begegnete er einem Elch am Flussufer, griff zu seiner Kamera und war sofort wie gebannt. Seit diesem Schlüsselmoment lässt ihn die Faszination für Tiere und Landschaften nicht mehr los. Heute widmet er sich neben seinem Beruf mit voller Hingabe der Fotografie, hält besondere Begegnungen mit der Natur fest und teilt seine Eindrücke in eindrucksvollen Bildern.
Birgit Potthoff
Auf ihren fotografischen Streifzügen richtet Birgit den Fokus auf Motive an einsamen Orten. Seit vielen Jahren widmet sie sich besonders der Makrofotografie von „Icescapes“. Auch in frostfreien Zeiten sucht sie nach Wegen, mit der Kamera nicht nur abzubilden, sondern kreativ zu gestalten und eigene Emotionen sichtbar zu machen. Dabei lenkt sie den Blick auf scheinbar Unbeachtetes, das ihr dennoch vertraut ist. Ihr Ziel ist es, die Relevanz und Ästhetik der Vergänglichkeit einzufangen – im Zusammenspiel von Licht, Farbe und Schärfeverlauf sowie durch die bewusste Reduktion auf das Wesentliche.
Florian Smit
Die Naturfotografie begleitet Florian schon seit seiner Kindheit. Er schloss seine Ausbildung zum Fotografen als einer der besten deutschlandweit ab. Im Herbst 2015 machte er sich dann direkt als freiberuflicher Naturfotograf selbstständig. Heute gehört er zu den renommiertesten Naturfotografen, setzt weltweit Fotoprojekte um, wurde vielfach in internationalen Wettbewerben ausgezeichnet und bietet inspirierende Workshops sowie individuelle Coachings an. Außerdem schreibt er für renommierte Magazine und erzählt in packenden Live-Reportagen über seine eindrucksvollen Abenteuer und Reisen.































































































